Am 6. März 1998 eröffnet die Neugass Kino AG, die aus dem Umfeld des Kino Morgental entstanden ist, mit den Filmen Der Boxer und Tutti giu per terra die Kinos Riffraff 1 und 2. An diesem Tag hält, nach langjähriger Pause, der Film wieder Einzug in die Liegenschaft an der Neugasse 57/59 in Zürich. Das Haus, das sich mitten im neu erwachten Kreis 5 befindet, kennt eine lange Kino-Tradition: Bereits im Jahre 1913 führt dort das «Volkstheater» Stummfilme vor und von 1929 bis 1946 mutiert das Lichtspieltheater zum «Cinema Modern». Nach einer wechselvollen Geschichte werden die Räumlichkeiten in den 70er Jahren in einen Spielsalon umgebaut, der bis in die 90er Jahre betrieben wird.
Mit den Architekturbüros Meili/Peter und Staufer/Hasler plant die frisch gegründete Neugass Kino AG das neue Kinoerlebnis. Die Architektur wird zum Versprechen für ein Kinoverständnis, das die sinnliche Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt. Und dies auf allen Ebenen. Statt eines klassischen Kinokiosks wird eine grosszügige Bar zwischen die beiden Kinosäle gebaut. Das gedämpfte Licht, die einnehmende Atmosphäre und der Projektionsstrahl, der an der Decke durch diesen Raum verläuft, sind Absicht: Wer hier ankommt, lässt den Alltag vor der Tür und taucht in die Kinowelt ein.
Am 31. Oktober 2002 eröffnet die Neugass Kino AG unmittelbar neben dem Riffraff 1 und 2 die Kinos Riffraff 3 und 4. In den neuen Räumlichkeiten wird Bewährtes aus den Erfahrungen mit dem „alten“ Riffraff aufgenommen und weiterentwickelt.
Per 16. Dezember 2004 übernimmt die Neugass Kino AG den Betrieb und die Programmation der Luzerner Studiokinos Pix 1, Pix 2 (seit 2006 Bourbaki 1/2) und Atelier und gewährleistet die Weiterführung des bisherigen Betriebes.
Am 23. März 2007 werden zwei zusätzliche Kinosäle im Bourbaki eröffnet. Im Erdgeschoss nimmt die frisch umgestaltete Bar und das neu ausgerichtete Bistro seinen Ganztagesbetrieb auf. Gefeiert wird gemeinsam mit dem Comix-Festival Fumetto.
